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Friedhofskultur

Friedhöfe werden oft als Orte für die Toten bezeichnet, doch sie sind für die Lebenden noch viel wichtiger. Sie sind Stätten der Begegnung, grüne Lebensräume und nicht zuletzt in vielen Großstädten Oasen der Ruhe und Besinnung.

Bepflanzte und gepflegte Gräber sind ein besonderes Zeugnis der deutschen Kultur. Unzählige Familiengräber zeugen von einer großen Tradition bei der Grabpflege. Ausländische Besucher bewundern oft die wie kleine Gärten anmutenden Grabstellen. Diese grünen Friedhöfe sind fester Bestandteil unserer christlich geprägten Kultur.

Fachberater für Friedhofsgestaltung

Um die Friedhofsverwaltungen bestens beraten zu können, ist ständiges Weiterentwickeln der Gestaltungsmöglichkeiten auf Friedhöfen absolut notwendig. Als führende Grabmalunternehmen in den jeweiligen Regionen, stellen sich die BDG-Betriebe (Fachberater für Friedhofsgestaltung) gerne Ihrer Verantwortung.

Die Trauer um einen geliebten Menschen oder einen guten Freund findet im Herzen und in der Seele statt. Doch das Andenken braucht auch einen festen Platz auf Erden. Schon seit alters her haben Menschen ihre Angehörigen begraben, die Gräber geschmückt und regelmäßig besucht. Das Grab ist ein wichtiger Ort für die Trauer. Hier ist der Platz für stille Zwiegespräche und für kleine Dienste, wie zum Beispiel eine regelmäßige Bepflanzung und Pflege. Für viele Menschen ist der manchmal täglich beschrittene Weg zum Grab fester Bestandteil des Lebens.

Immer wichtiger wird die Zukunftsgestaltung der Friedhöfe. Um die Friedhofsverwaltungen bestens beraten zu können, ist ständiges Weiterentwickeln der Gestaltungsmöglichkeiten auf Friedhöfen absolut notwendig. Als führende Grabmalunternehmen in den jeweiligen Regionen, stellen sich die BDG-Betriebe gerne Ihrer Verantwortung. Weiterlesen...

Konzepte für eine neue Friedhofskultur

Steinmetz-Landesverband tagte in Würzburg
Es ist ein seit Jahren anhaltender Trend: Die Zahl der anonymen Beisetzungen und Urnenbestattungen nimmt zu. In einer Umfrage zu bevorzugten Bestattungsformen entschieden sich zuletzt nur noch 30 Prozent der Befragten für eine traditionelle Erdbestattung. Bei der ersten Friedhofskultur-Tagung des bayerischen Steinmetz-Landesverbandes in Würzburg wurde nun über das Kulturgut Friedhof und seine Zukunft diskutiert.

Es ist ein seit Jahren anhaltender Trend: Die Zahl der anonymen Beisetzungen und Urnenbestattungen nimmt zu. In einer Umfrage zu bevorzugten Bestattungsformen entschieden sich zuletzt nur noch 30 Prozent der Befragten für eine traditionelle Erdbestattung. Bei der ersten Friedhofskultur-Tagung des bayerischen Steinmetz-Landesverbandes in Würzburg wurde nun über das Kulturgut Friedhof und seine Zukunft diskutiert.

„Auch auf den acht kommunalen Würzburger Friedhöfen ist der gesellschaftliche Wandel spürbar“, sagte Oberbürgermeister Georg Rosenthal. So haben Feuer- oder Waldbestattungen in Würzburg in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Hier forderte der OB einen gesellschaftlichen Dialog, ebenso wie Reiner Sörries, Direktor des Sepulkralmuseums in Kassel. „Friedhöfe sind regionales Kulturgut und schaffen Endlichkeitsbewusstsein.“ Sie sollten den Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen und als Orte der Trauerarbeit verstanden werden.

Doch verkürzte Ruhefristen, Urnensammelgräber und die Auflösung traditioneller Familienstrukturen aufgrund einer ständig mobiler werdenden Gesellschaft führten zu einer fortschreitenden Verwaisung der Ruhestätten, erklärte Sörries: „Wir müssen uns fragen, wie wichtig uns unsere Friedhöfe noch sind“. Die Herausforderungen der heutigen Zeit lägen darin, das kulturelle Erbe zu bewahren und gleichzeitig bedarfsorientierte Grabstätten zu schaffen. „Hier geht es auch um die Integration anderer Kulturen und um den Ausgleich sozialer Differenzen“, sagte Sörries. Für die Steinmetze gelte es, behutsam mit der örtlichen Friedhofskultur umzugehen.

Referent Günter Czasny forderte, die friedhöflichen Grundstrukturen „von innen heraus“ wiederzubeleben. Seine Lösungskonzepte: Brach liegende Flächen könnten mit Meditationsgärten, Erinnerungswegen oder Ruhezonen einer neuen Verwendung zugeführt werden. „Friedhöfe sollen Orte sein, die gut tun“, resümierte Czasny. Auch die Kommunen sollten neue Wege gehen. „Angehörige müssen von der Pflicht der Grabpflege entlastet werden, gleichzeitig sollten sie in der Möglichkeit, etwas tun zu können, unterstützt werden“, sagte Czasny.

Auch die Steinmetz-Zunft müsse ein neues Selbstverständnis entwickeln, sagte Prälat Martin Klumpp. „Sie müssen sich dadurch auszeichnen, hinzuhören und abzuwarten, bis die Trauerarbeit vollzogen ist“, sagte Klumpp. Oftmals stünden Steinmetze den Trauernden näher als andere Beteiligte. Weiterhin forderte er eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Nicht umsonst gelten Friedhöfe als soziokultureller Spiegel – sie gehörten in die Mitte der Gemeinden. Klumpp: „Schaut auf die Friedhöfe und Ihr wisst, wer die Menschen des Ortes sind und ob es sich dort zu leben lohnt.“

Quelle: Main Post

So stark wir uns auch versuchen zu widersetzen oder versuchen zu entkommen, wo wir auch hingehen, der Tod kann und wird uns in jedem Moment treffen; wir haben keine Wahl, es gibt keinen Ausweg. Der natürliche Kreislauf von sein oder nicht sein ist unausweichlich! Und aus diesem Grunde sollten wir aufhören, uns selbst etwas vorzumachen und anfangen den Tatsachen ins Auge zu sehen. Unser aller Leben ist vergänglich und nur der Tod ist von dauernder Beständigkeit.

Nicht nur Fragen, die unsere persönlichen Interessen angehen, sind für uns von größter Bedeutung. Da ist es schon absurd, dass in Bezug auf den eigenen Tod die Mehrheit der Menschen eine gleichgültige Haltung einnehmen, oder bestenfalls das Nachdenken über den Tod auf die späteren Lebensjahre verschieben.

Wir sind aber erst richtig tot, wenn sich niemand mehr an uns erinnert. Sichtbare Zeichen gegen das Vergessen sind Grabmale. Grabmale, auch Grabdenkmale sind jedes einem Verstorbenen an seiner Beerdigungs- oder Beisetzungsstätte errichtete Erinnerungszeichen.

Ursprünglich nur eine Auszeichnung für Könige, Fürsten, Helden und hohe Persönlichkeiten, wurde die Sitte, Grabmale zu errichten, schon in der frühen Antike auf alle Toten ausgedehnt. Aus roh auf aufgeworfenen Erdhügeln und unbearbeiteten Steinblöcken in prähistorischer Zeit, entwickelte sich in der Antike das Grabmal bis zur edelsten künstlerischen Form.

Bei den alten Ägyptern, Griechen und Römern wurde der Gräberkult am weitesten getrieben. Vor den griechischen, griechisch-römischen und römischen Städten wurden ganze Gräberstrassen angelegt, die dicht mit Grabsteinen, kleinen Baulichkeiten, aber auch mit Tempeln und imposanten Monumenten besetzt waren. Römische Grabsteine mit Inschriften und Reliefdarstellungen wurden überall gefunden, soweit sich das römische Imperium erstreckte.

In uralten Grabmalen wie zum Beispiel den ägyptischen Pyramiden und Königsgräbern sind für die gesamte Entwicklungsgeschichte der Kunst wichtige Monumente erhalten. Noch heute staunt man über die Bauwerke, die Kunst und den einzigartigen Totenkult der alten Ägypter. Vor der Cheops Pyramide steht ein kleines Museum, das als Hauptattraktion die berühmte Sonnenbarke des Cheops ausstellt. Diese fast 5.000 Jahre alte Sonnenbarke besteht aus Zedernholz und hat alles, was ein Schiff braucht: Ruder, Seile, ein komplettes Abteil mit Sitzplätzen, usw. Die Sonnenbarke stand dem König im Jenseits zur Verfügung, wenn er seine Tages- und Nachtreise mit dem Sonnengott Re, dem wohl wichtigsten ägyptischen Gott, unternehmen wollte. Tagsüber überquerten sie in der Sonnenbarke den Himmel und nachts reisten sie mit ihr durch die Unterwelt.

Die Christen übernahmen die Sitte, Grabmale zu errichten von den Römern. Heute noch zeugen Grabsteine und Steinsarkophage in den Katakomben von Rom davon. Aus der Beisetzung von Toten in unterirdischen Begräbnisstätten entwikkelte sich dann die Gewohnheit, Geistliche, Fürsten und später auch wohlhabende, um die Kirche verdiente Bürger in Gewölben unter dem Fußböden der Kirchen, Kapellen und Kreuzgängen zu bestatten. Als äusseres Zeichen des Bestattungsortes wurden in den Fußboden Grabplatten mit Inschriften und den Reliefbildnissen der Verstorbenen eingelassen oder oberhalb des Fußbodens Sarkophage aufgestellt. Auf dem Sarkophag lag gewöhnlich die Porträtfigur des Verstorbenen in vollem Waffenschmuck, in Fürstentracht, Ornat und dergleichen.

Die minder bevorzugten Gemeindemitglieder wurden außerhalb der Kirche, aber im angrenzenden Kirchhof begraben, wo man ihnen ebenfalls Grabsteine errichtete, die oft an den Kirchenmauern befestigt wurden. Mit der wachsenden Ruhmsucht zu Beginn der Renaissance, wuchs auch der Luxus für Grabmale. Die italienischen Kirchen, Klöster und Friedhöfe sind voll von prächtigen Grabmalen wie zum Beispiel Michelangelos Grabkapelle der Mediceer in Florenz.

Grabdenkmal24 leisten ihren Beitrag zur Friedhofskultur und helfen mit, die Totenehrung als ein hohes Kulturgut unserer Gesellschaft zu bewahren.

Fachberater finden Weiterbildung ist für die Mitgliedsbetriebe des BDG (Bund deutscher Grabsteinhersteller) selbstverständlich. Immer wichtiger wird die Zukunftsgestaltung der Friedhöfe. Um die Friedhofsverwaltungen bestens beraten zu können, ist ständiges Weiterentwickeln der Gestaltungsmöglichkeiten auf Friedhöfen absolut notwendig.

Friedhofssatzung Rechtsfragen rund um den Friedhof sind eine besondere Angelegenheit. Denn oft geht es nicht nur um Recht und Gerechtigkeit, sondern auch um Würde, um das Recht der Toten auf Ruhe und um die Trauer ...